Start Schulprogramm Unser Profil Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

Der Unterrichtsvormittag fängt als „offener Schulbeginn“ an, d. h. die Kinder können ab 8.00 Uhr in die Klassenräume gehen, bevor um 8.15 Uhr der Unterricht beginnt. Dieser offene Anfang ermöglicht den Kindern, sich miteinander oder mit der Lehrerin auszutauschen, gemeinsam zu spielen und langsam anzukommen, bevor die Arbeitsphase beginnt.

Der Unterricht wird in der Regel in allen Klassen jahrgangsgebunden erteilt. Innerhalb des Klassenverbandes ist die Verbindung von gemeinsamem Lernen und individuellen Angeboten Leitprinzip; d. h. es wechseln gemeinsame Erarbeitungen, Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit mit offenen Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Stationslernen, Werkstattarbeit und Wochenplanarbeit.

Offener Unterricht  verfolgt drei Hauptziele:

  • Die Kinder sollen ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen entdecken und entsprechend ihres Lerntyps arbeiten und sich weiterentwickeln. Dabei sollen sie sowohl ihre Stärken, als auch Schwächen wahrnehmen und an ihnen arbeiten, so dass sie Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufbauen.
  • Die Schüler haben nach vereinbarten Regeln Wahlmöglichkeiten, wann, wo und mit wem sie an welchem Material arbeiten möchten. Durch die wechselnden Arbeitsformen wird ihre soziale Kompetenz gestärkt und sie erfahren eine sogenannte Kultur der wechselseitigen Akzeptanz und der Freude an Gemeinschaftlichkeit, Kooperation und Solidarität.
  • Den Kindern sollen in der Schule ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht werden, die nicht isoliert, sondern im gesamten Lebenszusammenhang gesehen werden sollen. Somit stehen Lernen und Leben in einer Wechselbeziehung.

Zahlreiche Unterrichtsstoffe werden projektorientiert unterrichtet, d. h. ein bestimmtes Thema erfährt fächerverbindende Behandlung und Ausgestaltung, um den Kindern den Blick für die Vielfalt eines Objektes zu eröffnen und unterschiedliche Sichtweisen zu ermöglichen.

Hat in manchen Fachbereichen lehrgangsmäßiges Vorgehen Vorrang, so rückt in anderen Gebieten die selbstständige Erarbeitung, das Erkunden, Erforschen und Entdecken in den Vordergrund. Wichtiges Ziel dabei ist, dass Kinder lernen, wie man lernt, und individuelle Erfolge auf unterschiedlichem Niveau erreichen können.

Unterschiedlichen Begabungen der Schüler und unterschiedlichem Arbeitstempo wird durch Differenzierung innerhalb des Unterrichts durch die offenen Unterrichtsformen und Förderunterricht in wechselnden Gruppen Rechnung getragen. Reduzierte oder zusätzliche anspruchsvollere Angebote sind geeignet, Kinder mit Lernschwierigkeiten sowie Kinder mit besonderen Begabungen ihrem Lernvermögen entsprechend angemessen zu fördern.

In diesem Zusammenhang ist auch die Förderung ausländischer Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse von großer Bedeutung, um für diese Kinder eine sinnvolle Mitarbeit sicherzustellen. Neben der unterrichtlichen Differenzierung und dem Förderunterricht steht uns die RAA Mülheim mit vier zusätzlichen Stunden zur Seite.

Da Unterricht nicht nur in der Schule und im Klassenraum stattfindet, sondern für zahlreiche Themen die Arbeit "vor Ort" notwendig ist, sind im Laufe der Zeit zahlreiche außerschulische Lernorte zum wichtigen Bestandteil insbesondere des Sachunterrichts geworden.

Neben dem in der Stundentafel als verbindlich ausgewiesenen Unterricht werden, wann immer die zur Verfügung stehenden Lehrerstunden es zulassen, Arbeitsgemeinschaften  für die vierten Klassen angeboten. Im Schuljahr 2008/ 2009 sind das Arbeitsgemeinschaften zum Thema Theater, Schach, Experimente im Sachunterricht, Kunst und Musik.